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Bilanz

Bilanz April 2012

"Jeder von uns hat die Möglichkeit zu begreifen, dass auch er, sei er noch so bedeutungslos und machtlos, die Welt verändern kann. Jeder aber muß bei sich anfangen. Würde einer auf den anderen warten, warteten alle vergeblich." Vaclav Havel

Nun ist die Gemeinde Trebur zwar nicht die Welt, aber sie ist unsere Arbeits- und Lebenswelt. Und genau die wollte ich mit meiner Kandidatur 2000 verändern.
Meine persönlichen Ziele waren vor allem

  • ein angstfreies Arbeitsklima in der Verwaltung,
  • das Offenlegen aller Zahlen und Fakten,
  • die Versachlichung der Arbeit in der Gemeindevertretung und den Ausschüssen.

Aber was ist die Arbeit eines Bürgermeisters schon ohne die Verwaltung, die Gemeindevertretung und die Bürgerinnen und Bürger. Diese Hauptziele haben wir alle gemeinsam erreicht.
Ich habe mich dabei stets als Impulsgeber verstanden.

  • Die Türen in der Verwaltung stehen seit elf Jahren offen, der Umgang ist freundlich und produktiv, Konflikte werden sachlich gelöst. Unkonventionelle Denkweisen fördern mittlerweile das Arbeiten im Interesse eines Bürgerser-vices. Natürlich können wir uns darauf nicht ausruhen. Es gibt immer etwas zu verbessern. Dazu bedarf es aber der sachlichen und der konkreten Kritik der Bürger. Nur am konkreten Problem kann gearbeitet und dann etwas geändert werden.
  • Ich bin ein Faktensammler. Das stete Offenlegen von Zahlen, Daten, Fakten ging stets einher mit Post-Its der Verwaltung oder von mir ─  kleinen Erinnerungsstützen ─ zur Versachlichung der Diskussion und Erleichterung  der Entscheidungsfindung.
    Schon in meiner Arbeit als Kämmerer lernte ich: Um Vorlagen, Vorgänge, Entscheidungen transparent zu machen, schwierige Situationen zu durchleuchten und Entscheidungen überhaupt erst einmal treffen zu können, bedarf es neben dem aktuellen Wissen eines guten Gedächtnisses und eines Geschichtsverständnisses. Und natürlich gut sortierter Ablagen, um die Gedächtnis-lücken zu füllen und – bei Bedarf Vorgänge nachweisen zu können.
  • In den vergangenen Jahren haben wir alle es geschafft, die Arbeit in der Gemeindevertretung und den Ausschüssen zu versachlichen.

Die Situationen, auch Zwänge, von heute resultieren aus den Entscheidungen von gestern. Dabei geht es nicht darum, die Menschen, die vor uns die Gemeinde gestaltet haben, vorzu-führen, sondern immer wieder zu schauen: Wie ist das damals gelaufen, wie hat man das damals entschieden, um es mit dem heutigen Wissen unter den heutigen Zwängen vielleicht anders zu machen.  Oder, wenn es gut lief, vielleicht genauso.

Meine aktuelle Bilanz der Arbeit seit 2000 finden Sie im >> Rückblick

Die Arbeit ist häufig der Vater des Vergnügens", hat einst Voltaire festgestellt.

Ich wünsche meinen Kolleginnen und Kollegen, dass sie auch 2013 pfeifend, singend, kurzum fröhlich in dieses Rathaus gehen und Freu-de an ihrer Arbeit haben. Denn nur so können sie die nicht weni-ger und nicht einfacher werden-den Aufgaben bewältigen.

Zur Wahl 2013 werde ich nicht mehr antreten.

 


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